Samstag, Februar 04, 2006

Walsprünge, Delphine und eine duftende Bucht

Endlich wieder auf dem Wasser! Es ist schon verrückt, welche Sehnsucht ich nach dem Meer bekomme, wenn ich "nur" an Land bin, obwohl es doch immer da ist. Aber mit dem Boot hinaus fahren, die Wellen und den Wind spüren, und das Schauspiel der Natur aus nächster Nähe zu sehen, bereitet mir immer wieder dieses besondere Kribbeln und eine unbeschreibliche Freude.
Chris hatte heute nur sechs Touristen an Bord, daher keinen Bootsmann und so bat er mich, diese Rolle zu übernehmen. Mit großem Vergnügen!!!!
Wir konnten nicht zur Nordküste, zur Napali Coast, weil es zu windig war und das Wasser deshalb viel zu unruhig. Also wurde die Tour kurzfristig in Richtung Süden geändert. Mein Glück, denn diesen Teil der Insel hatte ich vom Wasser aus noch nicht gesehen.
Unsere Tour wurde begleitet von vielen springenden Buckelwalen. Manchmal wussten wir gar nicht wohin wir zuerst schauen sollten. Überall um uns herum stiegen sie aus dem Meer empor, manche drehten sich, um dann mit gigantischer Wucht aufs Wasser aufzuschlagen. Es ist sehr schwer, den richtigen Moment zu erwischen und deshalb kommt bei meinen Fotokünsten leider auch nur das heraus:


Wal, der auf dem Rücken landet ;-) ...


...und das aufspritzende Wasser danach!

Bei den Dephinen war ich da schon erfolgreicher. Mehrere Gruppen sind uns auf unserem Weg gefolgt, manchmal waren es zehn und mehr Tiere. Auch die Delphine bekommen zu dieser Jahreszeit hier ihre Jungen und es ist einfach schön, wenn Mami und Baby durchs Wasser gleiten.







Gegen Mittag haben wir eine kleine Pause eingelegt und sind näher an die Küste herangefahren. In einer Bucht steht dieses Traumhaus. Zutritt absolut verboten! Das Haus und auch der Strand sind Privateigentum, auf dem oft aber große Hollywoodfilme, wie "Bond" oder auch "The Island" gedreht werden. Doch selbst auf dem Wasser kann man den Duft der riesigen Bougainvilleas noch riechen. Und der ist zum Glück nicht privat.

Freitag, Februar 03, 2006

Steine und Wasser

Ich bin immer wieder fasziniert von der Natur. Egal ob Radtour oder Spaziergang - ich entdecke jedes Mal eine neue Ecke, ein neues Stück Strand oder einen Ausblick, den ich noch nicht kannte. Heute war ich mit dem Fahrrad rund um Waimea unterwegs. Bei angenehmen 26 Grad eine herrliche Sache.


Waimea River



Strand in der Nähe des russischen Fort Elizabeth in Waimea

Donnerstag, Februar 02, 2006

Lonelyness on whale island

Marco ist nun weg und das Haus ist ziemlich einsam. Cliff ist heute Nachmittag wieder verschwunden, Zelten am Strand oder so und ich muss mich nun erstmal an all die Geräusche gewöhnen, die ich so bisher, als immer jemand da war, nicht wahrgenommen habe. Es raschelt mal hier, mal da, das Holz des Hauses knarrt und der Wind macht die absurdesten Geräusche überhaupt. Aber es ist auch ganz schön, alle meine Erlebnisse in Ruhe verarbeiten zu können.
Ich war am Strand, habe so rumfotografiert, zuerst gar nichts Besonderes, aber dann hat es mich irgendwie gepackt. Meine alte Freude am Fotografieren ist zurück gekommen und plötzlich konnte ich gar nicht mehr aufhören.
Es war einsam am Strand. Keine Menschenseele. Und das war gut so.



Und dann habe ich angefangen Strandgut zu fotografieren. Holz, das so rum lag und später, als ich mir die Bilder angesehen habe, da entdeckte ich wirklich seltsame Kreaturen - beach kreatures eben.



Mittwoch, Februar 01, 2006

Farewell to Marco

Marco ist heute nach Los Angeles geflogen, um dort für die nächsten zwei Wochen zu arbeiten. Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass er Partner in einer Firma ist, die sich mit Hirnströmen und der Heilung verschiedener Krankheiten (Hyperaktivität bei Kindern, Depressionen etc.) beschäftigt? Das ist vielleicht abgefahren!
Aber gut, eigentlich wollte ich über unseren gestrigen Abend schreiben. Wir haben ein "Abschiedsessen" für ihn in Uncle Joe's Hütte gemacht und es war ein zunächst ein toller Abend. Cliff, das Faktotum, das während Joe's Abwesenheit im Haus wohnt und sich um den Garten kümmert, ist Hawaiianer wie er im Buche steht, mit deutschen Vorfahren wohlgemerkt, sieht man doch, oder???



Und oft war er auch gar nicht da, weil er eigentlich lieber am Strand von Polihale zeltet. Wer kann ihm das schon übel nehmen?



Cliff hatte seinen Cousin KauaiIke eingeladen. Der ist Hula- und Hawaiianisch Lehrer an der hiesigen Grundschule. Wen er sonst noch so liebt, brauche ich wohl nicht erklären ...



Es war ein schöner Abend. Marcos Freundin Kate war da. Wir hatten fantastischen Fisch, Cliff hatte Taro - eine einheimische Knolle ähnlich der Kartoffel nur irgendwie lila - gekocht, Salat und Avocado, genügend Wein und Bier. Cliff und KauaiIke haben hawaiianische Lieder gesungen, aber leider keinen Hula getanzt ;-)


Marco und Kate

Dienstag, Januar 31, 2006

Wale, Wale, Wale

Fast wie eine Belohnung für meine mutige Tat des Flugumbuchens empfinde ich den heutigen Tag.
Ich war auf dem Wasser und SIE waren auch da!!!









Take off?????

Eine fast schlaflose Nacht liegt hinter mir, in der ich mich dann mal langsam entscheiden musste ob ich nun heute zurück nach San Diego fliege oder das Ticket einfach um ein paar Tage verlängere.
Preisfrage: Wer zuerst weiß wofür ich mich entschieden habe, bekommt eine hawaianische Blumenkette!!!!!!

Klar, ich bin noch hier und fliege erst am kommenden Montag. Ich will einfach noch mehr Zeit auf dem Meer verbringen und dazu wird es in den nächsten Tagen sicher noch viele Gelegenheiten geben.

Montag, Januar 30, 2006

Ruhe



Auf diesem alten japanischen Friedhof habe ich gestern Abend nach der Bootstour noch gesessen. Ein friedlicher Ort, um etwas zur Ruhe zu kommen und all die Bilder der vergangenen Tage sacken zu lassen.
Ich hab hinaus auf's Meer geschaut und plötzlich sprang wie aus dem Nichts ein Wal in die Luft, drehte sich und verschwand wieder. Gänsehaut pur! Habe keine Fragen mehr.

Sonntag, Januar 29, 2006

Napali Coast


Kein Hai, nur ein friedlicher Delphin.

Ein weiterer Tag auf dem Meer, viele Wale und auch Delphine gesehen, aber nur vom Boot aus, weil ich heute eine dieser Touri-Touren zur Nordküste gemacht habe und Chris die Leute nicht ins Wasser läßt. Nach dem Erlebnis von gestern war es aber ganz entspannt, sich alles vom Boot aus anzuschauen. Und ich werde immer besser wenn es darum geht, zu sehen in welche Richtung die Wale schwimmen oder wie viele es sind.



Aber nicht nur das Meer war heute interessant, sondern auch diese wahnsinnig schöne Steilküste von Napali.



Auf der langen Wanderung letzte Woche hatte ich ja dort schon die Aussicht von oben und heute das Ganze eben mal anders herum. Mit dem Schlauchboot kommt man ziemlich nah an die Küste heran und beinahe sogar in die Grotten hinein. Heraus kommt man dann aber leider nicht mehr und so bleibt nur ein Blick von außen.



Hier und da ein Wasserfall, doch in all dieser Idylle gibt es auch grausame Geschichten. Früher leben viele der Ureinwohner in diesen Tälern, weil sie dort geschützt waren vor Angriffen anderer Stämme, die vom Meer kamen. Damit die Götter ihnen gnädig sind, wurde dann auch gerne mal ein Menschenopfer dargebracht. Nichts leichter hier, als die Opfer einfach die Klippen hinunter zu werfen. Schon bei der Geburt wurde festgelegt, wer irgendwann so ein Opfer wird und dieser Mensch wurde dann bis zu Opferung nur in diesem Gedanken erzogen. Wer auserwählt war, dessen Familie stieg in der Stammeshirarchie auf, bekam mehr Land, mehr Nahrung und war höchst angesehen. Schon ein gruseliger Gedanke, wenn man die Schönheit der Landschaft vor Augen hat.


Da möchte man doch nun wirklich nicht runter geschmissen werden!!!!!!!